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Bewirtschaftungsmodelle

Farbbalken Wellen
© Stephan Lenk, LTV Sachsen CC BY-NC-SA 4.0
Liste mit Modellelementen und Übersichtsgrafik mit vielen miteinander verbundenen Modellelementen.
© Stephan Lenk, LTV Sachsen CC BY-NC-SA 4.0

Modelle werden im Wassermanagement eingesetzt, um komplexe hydrologische und wasserwirtschaftliche Prozesse verständlich zu machen, vorherzusagen und zu steuern. Auch in der Arbeitsgruppe Flussgebietsbewirtschaftung werden Modelle genutzt. Mithilfe der Modelle können Aussagen zu nachfolgenden Themen getroffen werden:

  • Wasserdargebot (zum Beispiel Prognose der Abflussbildung, Speicherfüllstände);
  • Koordination von Nutzungen (zum Beispiel Prognose der Auswirkungen veränderter Rangfolgen in der Wasserbewirtschaftung);
  • Szenarienbetrachtung (zum Beispiel Klimawandel);
  • Risikoabschätzung (zum Beispiel Niedrigwasser, Nutzungskonflikte);
  • Maßnahmenprüfung (zum Beispiel Wirkung von Speichern, Überleitungen, veränderten Abgaben, veränderten Bewirtschaftungslamellen in Speichern).

Für die verschiedenen zu betrachtenden Fragestellungen wurde ein Wasserbewirtschaftungsmodell entwickelt, das regelmäßig aktualisiert und weiterentwickelt wird.

Modelle werden im Wassermanagement eingesetzt, um komplexe hydrologische und wasserwirtschaftliche Prozesse verständlich zu machen, vorherzusagen und zu steuern. Auch in der Arbeitsgruppe Flussgebietsbewirtschaftung werden Modelle genutzt. Mithilfe der Modelle können Aussagen zu nachfolgenden Themen getroffen werden:

  • Wasserdargebot (zum Beispiel Prognose der Abflussbildung, Speicherfüllstände);
  • Koordination von Nutzungen (zum Beispiel Prognose der Auswirkungen veränderter Rangfolgen in der Wasserbewirtschaftung);
  • Szenarienbetrachtung (zum Beispiel Klimawandel);
  • Risikoabschätzung (zum Beispiel Niedrigwasser, Nutzungskonflikte);
  • Maßnahmenprüfung (zum Beispiel Wirkung von Speichern, Überleitungen, veränderten Abgaben, veränderten Bewirtschaftungslamellen in Speichern).

Für die verschiedenen zu betrachtenden Fragestellungen wurde ein Wasserbewirtschaftungsmodell entwickelt, das regelmäßig aktualisiert und weiterentwickelt wird.

WBalMo-Ländermodell Spree / Schwarze Elster / Lausitzer Neiße

Da für die Bewirtschaftung eine Vielzahl von Wassernutzungen mit komplexen Wechselwirkungen berücksichtigt werden muss, wurde ein computergestütztes Wasserbewirtschaftungsmodell entwickelt. Dieses Modell beinhaltet die Festlegungen der Bewirtschaftungsgrundsätze und bildet die wesentlichen wasserwirtschaftlichen Nutzungen und Rahmenbedingungen in den Flussgebieten von Spree, Schwarzer Elster und Lausitzer Neiße ab.

Das Wasserbewirtschaftungsmodell wurde auf Basis der Software WBalMo der DHI WASY Gesellschaft mit beschränkter Haftung entwickelt. Das WBalMo-Ländermodell ist in der Lage, Prognosen zur Wasserverfügbarkeit und zur Wasserbeschaffenheit (Sulfat) zu erstellen. Auf Basis von 100 Szenarien unterschiedlicher Witterungsabfolgen ist es möglich, Prognosen für alle wesentlichen wasserwirtschaftlicher Komponenten bis zum Ende des Jahrhunderts zu erstellen.

Mit dem WBalMo-Ländermodell werden unter anderem Untersuchungen zur Wasserverfügbarkeit, zur Wasserverteilung und zum Wasserbedarf durchgeführt. Damit kann die Wirkung beispielsweise neuer Wassernutzer – Verbraucher, Speicher, Überleitungen – auf das bestehende System untersucht werden. Dieses Modell ist ebenfalls ein wichtiges Instrument bei der Planung der Sanierung aktueller und zukünftiger Bergbaufolgeseen.

Kurzfristbewirtschaftungsmodell GRMSTEU

Für die operative Abstimmung und Planung der Wasserbewirtschaftung in den Flussgebieten der Spree, Schwarzen Elster und Lausitzer Neiße wird das Kurzfristbewirtschaftungsmodell GRMSTEU verwendet. Dieses Modell baut auf dem jeweils aktuellen WBalMo-Ländermodell auf und berücksichtigt somit die Festlegungen in den Bewirtschaftungsgrundsätzen.

Mit dem Kurzfristbewirtschaftungsmodell GRMSTEU wird wöchentlich die optimale Bewirtschaftung der Talsperren und Speicher in den Flussgebieten der Spree, Schwarzen Elster und Lausitzer Neiße abgestimmt, mit dem Ziel, allen Nutzungsansprüchen gerecht zu werden.

Dafür stimmen sich die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen, das Landesamt für Umwelt Brandenburg, die Landesdirektion Sachsen und die Wasserbewirtschaftungszentrale Lausitzer Revier in wöchentlichen Abstimmungsrunden ab.

Da für die Bewirtschaftung eine Vielzahl von Wassernutzungen mit komplexen Wechselwirkungen berücksichtigt werden muss, wurde ein computergestütztes Wasserbewirtschaftungsmodell entwickelt. Dieses Modell beinhaltet die Festlegungen der Bewirtschaftungsgrundsätze und bildet die wesentlichen wasserwirtschaftlichen Nutzungen und Rahmenbedingungen in den Flussgebieten von Spree, Schwarzer Elster und Lausitzer Neiße ab.

Das Wasserbewirtschaftungsmodell wurde auf Basis der Software WBalMo der DHI WASY Gesellschaft mit beschränkter Haftung entwickelt. Das WBalMo-Ländermodell ist in der Lage, Prognosen zur Wasserverfügbarkeit und zur Wasserbeschaffenheit (Sulfat) zu erstellen. Auf Basis von 100 Szenarien unterschiedlicher Witterungsabfolgen ist es möglich, Prognosen für alle wesentlichen wasserwirtschaftlicher Komponenten bis zum Ende des Jahrhunderts zu erstellen.

Mit dem WBalMo-Ländermodell werden unter anderem Untersuchungen zur Wasserverfügbarkeit, zur Wasserverteilung und zum Wasserbedarf durchgeführt. Damit kann die Wirkung beispielsweise neuer Wassernutzer – Verbraucher, Speicher, Überleitungen – auf das bestehende System untersucht werden. Dieses Modell ist ebenfalls ein wichtiges Instrument bei der Planung der Sanierung aktueller und zukünftiger Bergbaufolgeseen.

Kurzfristbewirtschaftungsmodell GRMSTEU

Für die operative Abstimmung und Planung der Wasserbewirtschaftung in den Flussgebieten der Spree, Schwarzen Elster und Lausitzer Neiße wird das Kurzfristbewirtschaftungsmodell GRMSTEU verwendet. Dieses Modell baut auf dem jeweils aktuellen WBalMo-Ländermodell auf und berücksichtigt somit die Festlegungen in den Bewirtschaftungsgrundsätzen.

Mit dem Kurzfristbewirtschaftungsmodell GRMSTEU wird wöchentlich die optimale Bewirtschaftung der Talsperren und Speicher in den Flussgebieten der Spree, Schwarzen Elster und Lausitzer Neiße abgestimmt, mit dem Ziel, allen Nutzungsansprüchen gerecht zu werden.

Dafür stimmen sich die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen, das Landesamt für Umwelt Brandenburg, die Landesdirektion Sachsen und die Wasserbewirtschaftungszentrale Lausitzer Revier in wöchentlichen Abstimmungsrunden ab.

Wird das Modell aktualisiert?

Die Modelle werden mindestens einmal jährlich aktualisiert. Dabei werden beispielsweise die aktuellen Füllstände der Bergbaufolgeseen oder der Wasserbedarf der Teichwirtschaften angepasst. Auch geänderte Randbedingungen oder neue Erkenntnisse werden in diesem Zuge berücksichtigt. Hydrologische und meteorologische Grundbedingungen werden in einem längeren Zyklus aktualisiert. 

Die Modelle werden mindestens einmal jährlich aktualisiert. Dabei werden beispielsweise die aktuellen Füllstände der Bergbaufolgeseen oder der Wasserbedarf der Teichwirtschaften angepasst. Auch geänderte Randbedingungen oder neue Erkenntnisse werden in diesem Zuge berücksichtigt. Hydrologische und meteorologische Grundbedingungen werden in einem längeren Zyklus aktualisiert. 

Wer begleitet die Modellaktualisierung?

Die Aktualisierung der Modelle wird fachlich vom Anwenderkreis WBalMo/GRMSTEU begleitet. Im Anwenderkreis sind die für die Wasserwirtschaft zuständigen Fachbehörden von Sachsen und Brandenburg, die Wasserbewirtschaftungszentrale Lausitzer Revier sowie die DHI WASY Gesellschaft mit beschränkter Haftung vertreten. 

Die Beratungen des Anwenderkreises erfolgen in der Regel vier Mal im Jahr. 

Die Aktualisierung der Modelle wird fachlich vom Anwenderkreis WBalMo/GRMSTEU begleitet. Im Anwenderkreis sind die für die Wasserwirtschaft zuständigen Fachbehörden von Sachsen und Brandenburg, die Wasserbewirtschaftungszentrale Lausitzer Revier sowie die DHI WASY Gesellschaft mit beschränkter Haftung vertreten. 

Die Beratungen des Anwenderkreises erfolgen in der Regel vier Mal im Jahr.