Grundsätze für die gemeinsame Bewirtschaftung von Spree, Schwarze Elster und Lausitzer Neiße
Hintergrund
Der natürliche Wasserhaushalt in den Flusseinzugsgebieten von Spree, Schwarzer Elster und Lausitzer Neiße wurde durch den Braunkohlebergbau stark beeinträchtigt. Hinzu kommen Herausforderungen durch Klimawandel und Strukturwandel. Nach dem Ende des Bergbaus ist die Gewässerbewirtschaftung auf die Herstellung eines sich weitgehend selbst regulierenden Wasserhaushalts hinsichtlich Wassermenge und Wasserbeschaffenheit zu bewältigen.
Einflussfaktoren
Dabei sind folgende wesentliche Einflussfaktoren zu beachten:
- rückläufige Grubenwassereinleitungsmengen in die Gewässer,
- Veränderung des Wasserdargebots,
- sich zeitlich und räumlich verändernde Bedingungen zur Abflussbildung im Bereich des bergbaubedingten Grundwasserabsenkungstrichters,
- Infiltrationsverluste der Gewässer innerhalb der Grundwasserabsenkungsgebiete,
- Grundwasseranstieg mit Auswirkungen auf die Beschaffenheit von Grund- und Oberflächenwasser in den Sanierungsgebieten und den unterliegenden Einzugsgebieten,
- erforderliche ökologische Mindestabflüsse,
- Wasserbedarfsanforderungen durch Wasserbenutzungen,
- Anforderungen an die Beschaffenheitsentwicklung in den Bergbaufolgeseen und in den Fließgewässern und
- veränderte Bewirtschaftung von Talsperren und Speicherbecken.
Länderübergreifende Abstimmung
Die wasserwirtschaftliche Beeinflussung ist länderübergreifend. Durch die Verflechtung bzw. Überlagerung der Einflussfaktoren auf den Bewirtschaftungsprozess ist die Festlegung einer abgestimmten Bewirtschaftungsstrategie unumgänglich. Diese Festlegung der Bewirtschaftungsgrundsätze erfolgt durch die Strategische Arbeitsgruppe innerhalb der Arbeitsgruppe Flussgebietsbewirtschaftung Spree, Schwarze Elster und Lausitzer Neiße (nähere Informationen zur Struktur sind auf der Website zu finden). Folgende Partner sind in die strategische Planung und deren Fortschreibung einzubinden:
- die zuständigen Behörden der Länder Sachsen, Brandenburg, Berlin und Sachsen-Anhalt,
- die Bergbausanierer, die Bergbautreibenden sowie
- die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes.
Hintergrund
Der natürliche Wasserhaushalt in den Flusseinzugsgebieten von Spree, Schwarzer Elster und Lausitzer Neiße wurde durch den Braunkohlebergbau stark beeinträchtigt. Hinzu kommen Herausforderungen durch Klimawandel und Strukturwandel. Nach dem Ende des Bergbaus ist die Gewässerbewirtschaftung auf die Herstellung eines sich weitgehend selbst regulierenden Wasserhaushalts hinsichtlich Wassermenge und Wasserbeschaffenheit zu bewältigen.
Einflussfaktoren
Dabei sind folgende wesentliche Einflussfaktoren zu beachten:
- rückläufige Grubenwassereinleitungsmengen in die Gewässer,
- Veränderung des Wasserdargebots,
- sich zeitlich und räumlich verändernde Bedingungen zur Abflussbildung im Bereich des bergbaubedingten Grundwasserabsenkungstrichters,
- Infiltrationsverluste der Gewässer innerhalb der Grundwasserabsenkungsgebiete,
- Grundwasseranstieg mit Auswirkungen auf die Beschaffenheit von Grund- und Oberflächenwasser in den Sanierungsgebieten und den unterliegenden Einzugsgebieten,
- erforderliche ökologische Mindestabflüsse,
- Wasserbedarfsanforderungen durch Wasserbenutzungen,
- Anforderungen an die Beschaffenheitsentwicklung in den Bergbaufolgeseen und in den Fließgewässern und
- veränderte Bewirtschaftung von Talsperren und Speicherbecken.
Länderübergreifende Abstimmung
Die wasserwirtschaftliche Beeinflussung ist länderübergreifend. Durch die Verflechtung bzw. Überlagerung der Einflussfaktoren auf den Bewirtschaftungsprozess ist die Festlegung einer abgestimmten Bewirtschaftungsstrategie unumgänglich. Diese Festlegung der Bewirtschaftungsgrundsätze erfolgt durch die Strategische Arbeitsgruppe innerhalb der Arbeitsgruppe Flussgebietsbewirtschaftung Spree, Schwarze Elster und Lausitzer Neiße (nähere Informationen zur Struktur sind auf der Website zu finden). Folgende Partner sind in die strategische Planung und deren Fortschreibung einzubinden:
- die zuständigen Behörden der Länder Sachsen, Brandenburg, Berlin und Sachsen-Anhalt,
- die Bergbausanierer, die Bergbautreibenden sowie
- die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes.
Ziele und Vorgaben
Die wesentliche Aufgabe ist die optimale Bewirtschaftung des verfügbaren Wasserdargebotes für die unterschiedlichen Wasserbedarfe. Dabei werden neben den Abflüssen in den Fließgewässern auch die regionalen Interessen und Rechte Dritter berücksichtigt. Von Bedeutung ist unter anderem die Einhaltung der Vorgaben der Wasserbeschaffenheit der Bergbaufolgeseen, die in den Sanierungs(rahmen)plänen und Braunkohlenplänen festgelegt wurden. Gleichzeitig sind die Umweltziele der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie zu beachten.
Umsetzung
Das maßgebende Planungs- und Entscheidungsinstrument der Flussgebietsbewirtschaftung ist das länderübergreifende Langfristbewirtschaftungsmodell Spree-Schwarze Elster-Lausitzer Neiße (Ländermodell), welches mit der Software WBalMo (Water Balance Model) angewendet wird. Grundlage des Modellsystems sind die Bewirtschaftungsgrundsätze, die dem bisherigen Arbeits- und Abstimmungsstand der beteiligten Vertreter der Bundesländer, des Bundes und der Bergbautreibenden entsprechen.
Die Umsetzung der Bewirtschaftungsgrundsätze findet im Rahmen der wöchentlichen Abstimmungen statt, wobei Entscheidungsprozesse unter Zuhilfenahme des, auf dem WBalMo-Ländermodell basierenden, Kurzfristmodells (Großraummodell Steuerung - GRMSTEU) und des Gütesteuermodells (GSM) Spree erfolgen.
Ziele und Vorgaben
Die wesentliche Aufgabe ist die optimale Bewirtschaftung des verfügbaren Wasserdargebotes für die unterschiedlichen Wasserbedarfe. Dabei werden neben den Abflüssen in den Fließgewässern auch die regionalen Interessen und Rechte Dritter berücksichtigt. Von Bedeutung ist unter anderem die Einhaltung der Vorgaben der Wasserbeschaffenheit der Bergbaufolgeseen, die in den Sanierungs(rahmen)plänen und Braunkohlenplänen festgelegt wurden. Gleichzeitig sind die Umweltziele der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie zu beachten.
Umsetzung
Das maßgebende Planungs- und Entscheidungsinstrument der Flussgebietsbewirtschaftung ist das länderübergreifende Langfristbewirtschaftungsmodell Spree-Schwarze Elster-Lausitzer Neiße (Ländermodell), welches mit der Software WBalMo (Water Balance Model) angewendet wird. Grundlage des Modellsystems sind die Bewirtschaftungsgrundsätze, die dem bisherigen Arbeits- und Abstimmungsstand der beteiligten Vertreter der Bundesländer, des Bundes und der Bergbautreibenden entsprechen.
Die Umsetzung der Bewirtschaftungsgrundsätze findet im Rahmen der wöchentlichen Abstimmungen statt, wobei Entscheidungsprozesse unter Zuhilfenahme des, auf dem WBalMo-Ländermodell basierenden, Kurzfristmodells (Großraummodell Steuerung - GRMSTEU) und des Gütesteuermodells (GSM) Spree erfolgen.
Wie wurden die Mindestabflüsse ermittelt?
Die Mindestwasserabflüsse wurden anhand von langjährigen Messreihen an bestimmten Fließquerschnitten abgeleitet. Die gemessenen Abflüsse waren jedoch in der Vergangenheit durch die Einleitungen aus dem Bergbau erhöht.
Die Mindestwasserabflüsse wurden anhand von langjährigen Messreihen an bestimmten Fließquerschnitten abgeleitet. Die gemessenen Abflüsse waren jedoch in der Vergangenheit durch die Einleitungen aus dem Bergbau erhöht.
Wo liegt die Grenze des Wassermanagements?
Wassermanagement bezeichnet die planvolle, nachhaltige und effiziente Bewirtschaftung von Wasserressourcen. Es können demnach Maßnahmen abgeleitet werden, um das zufließende Wasser über das Jahr im Sinne der Allgemeinheit umzuverteilen.
Dennoch bleibt Wasser eine begrenzte Ressource, deren Gesamtmenge nicht vermehrbar ist. Folglich kann auch ein noch so effizientes Wassermanagement die natürlichen Limitierungen nicht aufheben.
Wassermanagement bezeichnet die planvolle, nachhaltige und effiziente Bewirtschaftung von Wasserressourcen. Es können demnach Maßnahmen abgeleitet werden, um das zufließende Wasser über das Jahr im Sinne der Allgemeinheit umzuverteilen.
Dennoch bleibt Wasser eine begrenzte Ressource, deren Gesamtmenge nicht vermehrbar ist. Folglich kann auch ein noch so effizientes Wassermanagement die natürlichen Limitierungen nicht aufheben.
Steht jedes Jahr gleich viel Wasser zur Verfügung?
Nein, die verfügbare Wassermenge ist jedes Jahr unterschiedlich.
In feuchten Jahren gibt es mehr Niederschlagswasser in den Flüssen, das genutzt werden kann. In trockenen und sehr warmen Jahren gibt es oft wenig Niederschlag. Hinzu kommt dann oft noch, dass bei hoher Sonneneinstrahlung und hohen Temperaturen mehr Wasser verdunsten kann. Dieses Wasser fehlt dann in den Flüssen.
Nein, die verfügbare Wassermenge ist jedes Jahr unterschiedlich.
In feuchten Jahren gibt es mehr Niederschlagswasser in den Flüssen, das genutzt werden kann. In trockenen und sehr warmen Jahren gibt es oft wenig Niederschlag. Hinzu kommt dann oft noch, dass bei hoher Sonneneinstrahlung und hohen Temperaturen mehr Wasser verdunsten kann. Dieses Wasser fehlt dann in den Flüssen.
Gibt es eine Rangfolge zwischen Bergbaufolgeseen bei der Flutung?
Ja, es gibt eine Rangfolge, die sogenannte Kurzfristrangliste.
Sie wird zweimal jährlich, je nach den aktuellen Erfordernissen, festgelegt. Dabei werden Faktoren, wie die geotechnische Sicherheit, Bauarbeiten oder Sanierungsbedarf beachtet.
Ja, es gibt eine Rangfolge, die sogenannte Kurzfristrangliste.
Sie wird zweimal jährlich, je nach den aktuellen Erfordernissen, festgelegt. Dabei werden Faktoren, wie die geotechnische Sicherheit, Bauarbeiten oder Sanierungsbedarf beachtet.
Werden die neuen Speicher vor der Abnahme erprobt und wie läuft das ab?
Ja, neue Speicher müssen ein Probestauprogramm durchlaufen, das durch die Wasserbehörden im Genehmigungsverfahren festgelegt wird.
In diesem Probestauprogramm wird erprobt, ob der Speicher so funktioniert, wie geplant, und ob er alle Sicherheitsvorschriften erfüllt.
Ja, neue Speicher müssen ein Probestauprogramm durchlaufen, das durch die Wasserbehörden im Genehmigungsverfahren festgelegt wird.
In diesem Probestauprogramm wird erprobt, ob der Speicher so funktioniert, wie geplant, und ob er alle Sicherheitsvorschriften erfüllt.
